Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls (Toilettengang)

Diese Tätigkeit (Verrichtung) beinhaltet folgende Fähigkeiten:

  • das Gehen zur Toilette
  • das Hinsetzen und Aufstehen
  • das Sitzen während der Blasen- oder Darmentleerung
  • die Intimhygiene nach dem Wasserlassen und nach dem Stuhlgang
  • das Richten der Kleidung

Die Beurteilung ist auch dann vorzunehmen, wenn anstelle der Toilettenbenutzung eine Versorgung mit Hilfsmitteln erfolgt, z. B. Inkontinenzmaterial (Vorlagen; Windeln), Blasen-Katheter, Urostoma (künstlicher Harnausgang), Ileo- oder Colostoma (künstlicher Dünndarm – oder Dickdarmausgang).

Zu beurteilen sind folgende Grade der Selbstständigkeit:

Selbständig:
Die Person kann die Aktivität ohne personelle Hilfe durchführen.

Überwiegend selbständig:
Die Person kann die Aktivität überwiegend selbstständig durchführen. Personelle Hilfe kann sich beispielsweise beschränken auf einzelne Handlungsschritte wie:

  • nur Bereitstellen und Leeren des Toilettenstuhls (alternativ Urinflasche oder anderer Behälter)
  • nur Aufforderung oder Orientierungshinweise zum Auffinden der Toilette oder Begleitung auf dem Weg zur Toilette
  • nur Anreichen von Toilettenpapier oder Waschlappen
  • Intimhygiene nur nach Stuhlgang
  • nur Unterstützung beim Hinsetzen, Aufstehen von der Toilette
  • nur punktuelle Hilfe beim Richten der Bekleidung

Überwiegend unselbständig:
Die Person kann nur einzelne Handlungsschritte selbst ausführen, z. B. nur Richten der Bekleidung oder Intimhygiene nur nach Wasserlassen.

Unselbständig:
Die Person kann sich nicht oder nur minimal an der Aktivität beteiligen

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