Hilfe zur Hilfe

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Mit Widerspruch gegen einen Bescheid über einen Pflegegrad vorzugehen schreckt immer noch über 90 % der (abgelehnten) pflegebedeürftigen Personen ab. Das muss aber gar nicht sein, weil sich ein Widerspruchsverfahren zur Erreichung eines gerechtfertigten Pflegegrades durchaus lohnt!

Lesen Sie nachfolgend welche Schritte notwendig sind, was Sie selbst machen können und wann es besser ist fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie Widerspruch einlegen, sollten Sie einige Punkte beachten

Erfolgreich einen Widerspruch gegen einen Pflegegrad einlegen!

In den Monaten Januar bis November 2017 haben die Gutachter (w/m) des MDK rund 1,4 Millionen Begutachtungen durchgeführt. Etwas mehr als 30 % dieser Begutachtungen führten zu einem ablehnenden Bescheid (kein Pflegegrad), bzw, zur Einstufung in den Pflegegrad 1. Und obwohl selbstverständlich auch eine Einstufung in den Pflegegrad 2, 3 oder 4 durchaus ein Widerspruchsverfahren rechtfertigen kann, sollten diese etwas mehr als 440.000 Personen auf jeden Fall einen Widerspruch zum Pflegegrad nicht scheuen.

Widerspruch-Pflegegrad-Anfrage

Geben Sie sich nicht mit dem Ergebnis zufrieden!

Zunächst einmal sollten Sie sich nicht zufrieden geben mit dem Ergebnis und das Gutachten anfordern, falls es Ihnen nicht bereits zusammen mit dem Bescheid der Pflegekasse zugestellt wurde.

Das Gutachten ist die Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse!

Es gibt viele Gründe warum Gutachter (w/m) so häufig zu nicht regelkonforme (NBA) Bewertungen kommen und dagegen müssen Sie sich wehren!

Die einzelnen Schritte eines Widerspruchsverfahrens!

Es ist gesetzlich festgelegt, dass Sie sich gegen den Bescheid der Pflegekasse mit einem Widerspruch wehren können. Wenn Ihrer Meinung nach, der Bescheid der Pflegekasse den tatsächlichen Pflegebedarf nicht angemessen berücksichtigt, nutzen Sie diese gesetzliche Möglichkeit und legen Sie Widerspruch ein!

Monatsfrist beachten!

Achten Sie dabei unbedingt auf die Einhaltung der Monatsfrist! Sie haben einen Monat Zeit Ihren Widerspruch bei der Pflegekasse einzureichen.

Einen Monat nach dem Datum des Bescheids!

Hat die Pflegekasse den Bescheid z. B. am 15.08.2018 erstellt, muss Ihr Widerspruch bis spätestens 15.09.2018 bei der Kasse eingegangen sein.

Formloser Widerspruch gegen den Pflegegrad

Legen Sie nur einen sogenannten formlosen Widerspruch ein und lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer weiterführenden Argumenation hinreißen! Dazu ist später noch genug Zeit.

ACHTUNG: Den oberen Teil nicht falsch verstehen. Ohne ausführliche Begründung wird definitiv abgelehnt! Aber diese Begründung sollte später – und im besten Fall fachlich und fundiert erstellt – nachgereicht werden. Dazu nachfolgend mehr…

Für einen solchen formlosen Widerspruch reicht im Grunde ein einfacher Satz, denn es gibt keine gesetzlichen Regeln einzuhalten. Wichtiger ist der Versand des formlosen Widerspruchs per Einschreiben, per Telefax mit Sendebericht oder die persönliche Abgabe in einer Geschäfststelle der Pflegekasse mit Empfangsbestätigung. Außerdem müssen Sie mit dem formlosen Widerspruch eine schriftliche Eingangsbestätigung bei der Pflegekasse anfordern.

Falls Ihnen das Gutachten des MDK, bzw. bei privat Versicherten von MEDICPROOF, noch nicht vorliegen, fordern Sie es gleich mit dem formlosen Widerspruch an. Ergänzen Sie dazu einfach einen weiteren Satz oder nutzen Sie am besten gleich unverbindlich und kostenlos die unabhängige telefonische Beratung eines Pflegesachverständigen. Dort werden Sie individuell informiert, fachkundig beraten und bei Bedarf erhalten Sie auch gleich unsere kostenlose Vorlage „Widerspruch gegen den Pflegegrad„.

Das Gutachten ist die Grundlage für den Bescheid der Pflegekasse und muss daher vor einer überzeugenden Argumentation gegen den Bescheid der Pflegekasse vorliegen und ausführlich geprüft und bewertet werden.