Mehr Pflegegeld ab 2021

Ab 01.07.2021 gibt es (laut Ankündigung) mehr Pflegegeld

Seit 2017 ist die Höhe des Pflegegeldes unverändert geblieben. Die damals getroffenen Regelungen sahen die Möglichkeiten der Überprüfung der Höhe dieser Pflegeleistungen, auch Pflegegeld, alle drei Jahre vor. Erstmalig also im Jahr 2020.

Laut Entwurf des Bundesgesundsheitsministers soll sich u. a. die Höhe des Pflegegeldes jetzt ändern! Mit Wirkung vom 01.07.2021 erhalten demnach alle Pflegebedürftigen, die Pflegegeld erhalten, 5 % mehr Pflegegeld von der Pflegekasse überwiesen.

Überlastung des bundesweiten Pflegetelefons beim Pflegegeld 2021

Aktueller Stand (14.06.2021) zum Pflegegeld 2021

Zum derzeitigen Stand, nach der Sitzung des Bundeskabinetts am 02.06.2021, können wir nicht mehr mit Bestimmtheit erklären, ob und wann das Pflegegeld erhöht wird! Diese unbefriedigende Situation belastet uns als unabhängige Experten sehr, da wir seit 1998 ausschließlich für gerechtfertigte Leistungen aller Pflegebedürftigen in Deutschland, mit Herz und Seele im Einsatz sind.

Unsere Kernkompetenz (siehe unten) liegt dabei in der Erstellung von Gegengutachten nach ungerechtfertigter Ablehung oder zu geringen Einstufung. Das können wir richtig gut – darin sind wir richtig (über 90 %) erfolgreich!

Die derzeitigen täglichen Rückfragen zum Thema Pflegegelderhöhung und Veränderungen der Berechnung der Verhinderungspflege überfordert (leider) unsere Pflegeberater am bundesweiten Pflegetelefon.

Bitte rufen Sie uns gern an, wenn Sie Unterstützung im Widerspruchsverfahren benötigen. Bitte rufen Sie uns gern an, wenn Sie Fragen zu einem Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung haben. Aber bitte sehen Sie derzeit davon ab uns nach den zukünftigen Regelungen der Leistungen der Pflegeversicherung zu fragen. Wir werden Sie bei uns auf der Website zu gegebener Zeit informieren – versprochen!

Weiter mit dem ursprünglichen Beitrag aus 2020:

Höhe des Pflegegeldes bis 30.06.2021 (Tabelle)

Stufe der Pflegebedürftigkeit Pflegegeld
Pflegegrad 1 0 Euro (kein Anspruch auf Pflegegeld!)
Pflegegrad 2 316 Euro
Pflegegrad 3 545 Euro
Pflegegrad 4 728 Euro
Pflegegrad 5 901 Euro

Höhe des Pflegegeldes bis 30.06.2021 (Chartdiagramm)

Höhe des Pflegegeldes ab 01.07.2021 (Tabelle)

Stufe der Pflegebedürftigkeit Pflegegeld
Pflegegrad 1 0 Euro (kein Anspruch auf Pflegegeld!)
Pflegegrad 2 331 Euro
Pflegegrad 3 572 Euro
Pflegegrad 4 764 Euro
Pflegegrad 5 946 Euro

Höhe des Pflegegeldes ab 01.07.2021 (Chartdiagramm)

Unsere Kernkompetenzen seit 1998

Pflegegrad beantragen

Wir helfen Ihnen kostenlos beim Antrag auf einen Pflegegrad und geben Ihnen Tipps für die Begutachtung!

Pflegegrad höherstufen

Unsere Experten unterstützen Sie mit pflegefachlichem Sachverstand bei der Höherstufung des Pflegegrades!

Pflegegrad Widerspruch

Unabhängige Sachverständige erreichen mit fundierten Gegengutachten den höchst möglichen Pflegegrad im Widerspruch!

Erhöhung des Pflegegeldes in Euro

Stufe der Pflegebedürftigkeit Erhöhung des Pflegegeldes um
Pflegegrad 1 0 Euro (kein Anspruch auf Pflegegeld!)
Pflegegrad 2 15 Euro
Pflegegrad 3 27 Euro
Pflegegrad 4 36 Euro
Pflegegrad 5 45 Euro

Die oben genannte Erhöhung des Pflegegeldes ist derzeit noch unverbindlich. Aber es ist mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es ab 01.07.2021 zur genannten Pflegegelderhöhung kommen wird.

Stand: 11. Mai 2021

Unabhängige Experten sind gern für Sie da!

Wenn ihnen bereits ein Bescheid der Pflegekasse vorliegt und sie mit dem Ausgang nicht zufrieden sind, nehmen sie Kontakt auf! Seit 1998 haben wir für mehr 35.000 Familien, durch fachliche Kompetenz, höhere und gerechtfertigte Pflegeleistungen erreicht.

Widerspruch
Wenn Sie Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber der Pflegekasse benötigen, fragen Sie jetzt unverbindlich und kostenlos die unabhängige Unterstützung erfahrener Pflegesachverständiger (w/m) an.
Bitte nutzen Sie einfach den Pfeil rechts und wählen Sie ihr Bundesland.
Bitte nutzen Sie einfach den Pfeil rechts und wählen Sie ihren Zeitbereich aus.
Bitte kontrollieren Sie vor dem Absenden dass Sie mindestens die Pflichfelder (mit Sternchen) ausgefüllt haben.
=
Leider sind solche unsinnigen Aufgaben notwendig, weil kriminelle Menschen uns mit ihren Werbebotschaften beschäftigen. Danke für Ihr Verständnis!

Häufige Fragen zum Pflegegeld

Wie kann ich Pflegegeld beantragen?2021-05-11T15:52:16+02:00

Einen Pflegegrad, in dem Sinne, kann nicht beantragt werden. Um in einen Pflegegrad eingruppiert zu werden, müssen Pflegebedürftige einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung stellen.

Dies ist heutzutage, bei fast allen Pflegeversicherungen, sehr einfach durch einen Onlineantrag möglich. Alternativ rufen Sie einfach bei der Pflegekasse der Krankenkasse der pflegebedürftigen Person an und beantragen Pflegeleistungen.

Für einen solchen Antrag benötigen Sie lediglich die nachfolgenden Daten der pflegebedürftigen Person:

  • Vor- und Nachname

  • Geburtsdatum

  • Versichertennummer

Die Pflegekasse schickt Ihnen dann auf dem Postweg einen Pflegeantrag zu. Dabei handelt es sich um ein mehrseitiges Formular, auf dem Sie entsprechende Angaben zur versicherten, pflegebedürftigen, Person machen müssen. Normalerweise sind die Fragen eher allgemein und nicht fachlicher Natur. Nähere Angaben zum Grund und der Ausprägung der Pflegebedürftigkeit sind zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht notwendig.

Wichtig zu wissen

Es ist hilfreich, wenn Sie sich vorher einmal Gedanken über die Leistungsart machen, die am besten geeignet ist, um die Pflege im häuslichen Umfeld zu erleichtern. Grundsätzlich wird zwischen den nachfolgenden drei Leistungsarten unterschieden:

Schicken Sie den ausgefüllten Antrag dann bitte unterzeichnet per Einschreiben an die Pflegekasse. Gerade bei pflegebedürftigen Personen empfiehlt es sich über eine Vollmacht nachzudenken. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Es ist einfach nur eine Vollmacht gegenüber der Pflegekasse. Auf diese Weise können pflegende Angehörige direkt mit der Pflegekasse kommunizieren, erhalten Auskünfte, können Anträge stellen, Erklärungen abgeben und entlasten die pflegebedürftigen Angehörigen, Freunde oder Nachbarn auch in diesem Bereich.

Eine entsprechende Vorlage für eine solche Vollmacht erhalten Sie kostenlos bei uns.

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Stufe der Pflegebedürftigkeit Geldleistungen (Pflegegeld)
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Wie viel Pflegegeld gibt es?2021-05-11T15:02:47+02:00

Die Höhe des Pflegeldes ist selbstverständlich abhängig von der Höhe des Pflegegrades. Daher lohnt sich auch immer die kritische Betrachtung der Gutachten. Im Falle zu geringer Bewertung ist ein Widerspruchsverfahren die einzige Möglichkeit das „Ruder herumzureißen“.

In der nachstehenden Tabelle ist die Steigerung je Pflegerad deutlich erkennbar. Je höher der Pflegegrad ausfällt, desto mehr Unterstützung, auch in Form von Pflegegeld, leistet die Pflegekasse.

Ab 2021 mehr Pflegegeld?

Stufe der Pflegebedürftigkeit Geldleistungen (Pflegegeld)
Pflegegrad 1 0 Euro (kein Anspruch auf Pflegegeld!)
Pflegegrad 2 316 Euro
Pflegegrad 3 545 Euro
Pflegegrad 4 728 Euro
Pflegegrad 5 901 Euro
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Wann bekommt man Pflegegeld?2021-04-06T11:12:48+02:00

Grundsätzlich haben alle Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 Anspruch auf Pflegegeld! Damit es zu einer Einstufung in einen der genannten Pflegegrade kommt, müssen Sie zunächst einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung (mehr Informationen: Pflegeantrag) stellen.

Darüber hinaus muss eine Pflegeperson benannt werden, die sich im Falle der Anerkennung eines Pflegegrades auch entsprechend um die pflegebedürftige Person kümmert. Das Pflegegeld soll in erster Linie die (ambulante) Pflege im häuslichen Umfeld unterstützen oder gar ermöglichen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass ohne (privater) Pflegeperson die Auszahlung von Pflegegeld durch die Pflegekasse verweigert werden kann.

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§ 37 Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen (SGB XI )2021-04-06T10:39:31+02:00

Absatz (1)

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können anstelle der häuslichen Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld dessen Umfang entsprechend die erforderlichen körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie Hilfen bei der Haushaltsführung in geeigneter Weise selbst sicherstellt. Das Pflegegeld beträgt je Kalendermonat

  • 316 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 2

  • 545 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 3

  • 728 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 4

  • 901 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 5

Absatz (2)

Besteht der Anspruch nach Absatz 1 nicht für den vollen Kalendermonat, ist der Geldbetrag entsprechend zu kürzen; dabei ist der Kalendermonat mit 30 Tagen anzusetzen. Die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes wird während einer Kurzzeitpflege nach § 42 für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege nach § 39 für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgewährt. Das Pflegegeld wird bis zum Ende des Kalendermonats geleistet, in dem der Pflegebedürftige gestorben ist. § 118 Abs. 3 und 4 des Sechsten Buches gilt entsprechend, wenn für die Zeit nach dem Monat, in dem der Pflegebedürftige verstorben ist, Pflegegeld überwiesen wurde.

Absatz (3)

Pflegebedürftige, die Pflegegeld nach Absatz 1 beziehen, haben

  • bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich einmal

  • bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich einmal

eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch einen zugelassenen Pflegedienst, durch eine von den Landesverbänden der Pflegekassen nach Absatz 7 anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz oder, sofern dies durch einen zugelassenen Pflegedienst vor Ort oder eine von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz nicht gewährleistet werden kann, durch eine von der Pflegekasse beauftragte, jedoch von ihr nicht beschäftigte Pflegefachkraft abzurufen. Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden. Die Pflegebedürftigen und die häuslich Pflegenden sind bei der Beratung auch auf die Auskunfts-, Beratungs- und Unterstützungsangebote des für sie zuständigen Pflegestützpunktes sowie auf die Pflegeberatung nach § 7a hinzuweisen. Die Vergütung für die Beratung ist von der zuständigen Pflegekasse, bei privat Pflegeversicherten von dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen zu tragen, im Fall der Beihilfeberechtigung anteilig von den Beihilfefestsetzungsstellen. Die Höhe der Vergütung für die Beratung durch einen zugelassenen Pflegedienst oder durch eine von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachkraft vereinbaren die Pflegekassen oder deren Arbeitsgemeinschaften in entsprechender Anwendung des § 89 Absatz 1 und 3 mit dem Träger des zugelassenen Pflegedienstes oder mit der von der Pflegekasse beauftragten Pflegefachkraft unter Berücksichtigung der Empfehlungen nach Absatz 5. Die Vergütung kann nach Pflegegraden gestaffelt werden. Über die Höhe der Vergütung anerkannter Beratungsstellen und von Beratungspersonen der kommunalen Gebietskörperschaften entscheiden ab dem Jahr 2020 die Landesverbände der Pflegekassen unter Zugrundelegung der im jeweiligen Land nach Satz 5 und 6 vereinbarten Vergütungssätze jeweils für die Dauer eines Jahres. Die Landesverbände haben die jeweilige Festlegung der Vergütungshöhe in geeigneter Weise zu veröffentlichen. Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 haben Anspruch, halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch abzurufen. Beziehen Pflegebedürftige von einem ambulanten Pflegedienst Pflegesachleistungen, können sie ebenfalls halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch in Anspruch nehmen; für die Vergütung der Beratung gelten die Sätze 4 bis 9.

Absatz (4)

Die Pflegedienste und die anerkannten Beratungsstellen sowie die beauftragten Pflegefachkräfte haben die Durchführung der Beratungseinsätze gegenüber der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen zu bestätigen sowie die bei dem Beratungsbesuch gewonnenen Erkenntnisse über die Möglichkeiten der Verbesserung der häuslichen Pflegesituation dem Pflegebedürftigen und mit dessen Einwilligung der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen mitzuteilen, im Fall der Beihilfeberechtigung auch der zuständigen Beihilfefestsetzungsstelle. Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen und die privaten Versicherungsunternehmen stellen ihnen für diese Mitteilung ein einheitliches Formular zur Verfügung. Erteilt die pflegebedürftige Person die Einwilligung nicht, ist jedoch nach Überzeugung der Beratungsperson eine weitergehende Beratung angezeigt, übermittelt die jeweilige Beratungsstelle diese Einschätzung über die Erforderlichkeit einer weitergehenden Beratung der zuständigen Pflegekasse oder dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen. Diese haben eine weitergehende Beratung nach § 7a anzubieten. Der beauftragte Pflegedienst und die anerkannte Beratungsstelle haben dafür Sorge zu tragen, dass für einen Beratungsbesuch im häuslichen Bereich Pflegekräfte eingesetzt werden, die spezifisches Wissen zu dem Krankheits- und Behinderungsbild sowie des sich daraus ergebenden Hilfebedarfs des Pflegebedürftigen mitbringen und über besondere Beratungskompetenz verfügen. Zudem soll bei der Planung für die Beratungsbesuche weitestgehend sichergestellt werden, dass der Beratungsbesuch bei einem Pflegebedürftigen möglichst auf Dauer von derselben Pflegekraft durchgeführt wird.

Absatz (5)

Die Vertragsparteien nach § 113 beschließen gemäß § 113b bis zum 1. Januar 2018 unter Beachtung der in Absatz 4 festgelegten Anforderungen Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach Absatz 3. Die Empfehlungen enthalten Ausführungen wenigstens

  • zu Beratungsstandards
  • zur erforderlichen Qualifikation der Beratungspersonen sowie
  • zu erforderlichenfalls einzuleitenden Maßnahmen im Einzelfall

Fordert das Bundesministerium für Gesundheit oder eine Vertragspartei nach § 113 im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit die Vertragsparteien schriftlich zum Beschluss neuer Empfehlungen nach Satz 1 auf, sind diese innerhalb von sechs Monaten nach Eingang der Aufforderung neu zu beschließen. Die Empfehlungen gelten für die anerkannten Beratungsstellen entsprechend.

Absatz (5a)

Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen beschließt mit dem Verband der privaten Krankenversicherung e. V. bis zum 1. Januar 2020 Richtlinien zur Aufbereitung, Bewertung und standardisierten Dokumentation der Erkenntnisse aus dem jeweiligen Beratungsbesuch durch die Pflegekasse oder das private Versicherungsunternehmen. Die Richtlinien werden erst wirksam, wenn das Bundesministerium für Gesundheit sie genehmigt. Die Genehmigung gilt als erteilt, wenn die Richtlinien nicht innerhalb von zwei Monaten, nachdem sie dem Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt worden sind, beanstandet werden. Beanstandungen des Bundesministeriums für Gesundheit sind innerhalb der von ihm gesetzten Frist zu beheben.

Absatz (6)

Rufen Pflegebedürftige die Beratung nach Absatz 3 Satz 1 nicht ab, hat die Pflegekasse oder das private Versicherungsunternehmen das Pflegegeld angemessen zu kürzen und im Wiederholungsfall zu entziehen.

Absatz (7)

Die Landesverbände der Pflegekassen haben neutrale und unabhängige Beratungsstellen zur Durchführung der Beratung nach den Absätzen 3 und 4 anzuerkennen. Dem Antrag auf Anerkennung ist ein Nachweis über die erforderliche pflegefachliche Kompetenz der Beratungsstelle und ein Konzept zur Qualitätssicherung des Beratungsangebotes beizufügen. Die Landesverbände der Pflegekassen regeln das Nähere zur Anerkennung der Beratungsstellen.

Absatz (8)

Die Beratungsbesuche nach Absatz 3 können auch von Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern im Sinne des § 7a oder von Beratungspersonen der kommunalen Gebietskörperschaften, die die erforderliche pflegefachliche Kompetenz aufweisen, durchgeführt werden. Absatz 4 findet entsprechende Anwendung. Die Inhalte der Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach Absatz 5 sind zu beachten.

Absatz (9)

Beratungsbesuche nach Absatz 3 dürfen von Betreuungsdiensten im Sinne des § 71 Absatz 1a nicht durchgeführt werden.

Stand: 28.01.2021, ohne Gewähr

2021-06-14T13:02:26+02:00

9 Kommentare

  1. Uwe Kapitza 3. Juni 2021 um 1:05 Uhr - Antworten

    Für die versprochene Pflegegelderhöhung der GROKO zum 01.07.2021 bleibt nicht mehr viel Zeit.
    Die Krankenkassen wissen leider noch nichts von der Erhöhung.
    Vom GROKO-Versprechen findet ja auch keine Umsetzung mehr statt. Schade lieber Jens Spahn haste auch nicht hinbekommen!

  2. Pflegender 30. Mai 2021 um 11:01 Uhr - Antworten

    Danke für die Informationen. Es ist auf jeden Fall schön, dass mehr Pflegegeld ausgezahlt wird. Schön wäre auch, wenn die Pflegehelfer Jobs und FaBe Jobs ebenfalls eine Gehaltserhöhung bekommen würden.

  3. P. Müller 30. Mai 2021 um 9:33 Uhr - Antworten

    Es ist schon bitter wie mit Angehörigen von Pflegebedürftigen umgegangen wird. Durch die Corona Krise fallen viele Pflegedienste aus. Die Mittel für Mithilfe in Haushalten und Einkaufen sind auf zugelassene Dienste beschränkt. Nur versucht mal in den ländlichen Regionen jemanden zu finden. Warum werden diese Mittel nicht auch für Bekannte oder normale Reinigungshilfen nicht frei gegeben. Hat die Caritas bessere Putzfrauen oder müssen Fehlzeiten durch Einkaufen durch Pflegekräfte ausgeglichen werden?

  4. Arnold Offermann 13. Mai 2021 um 11:07 Uhr - Antworten

    Herr Spahn hat seinen Laden nicht im Griff, es heisst doch jedes Kiosk wird besser geleitet wie das Gesundheitsministerium. Da spielen die pflegenden Agehörigen keine Rolle

  5. Silvie Naujokat 6. Mai 2021 um 13:17 Uhr - Antworten

    seit Jahren wird von den Sozialverbänden eine Deckelung der Eigenanteile in den Pflegeheimen gefordert. Die Petition im Bundestag von über 74.000 Unterstützern hat nichts gebracht. Herr Spahn hat schon mal kurz vor Beendigung der Legistarturperiode ein Konzept vorgelegt hat, aber sich anscheinend nicht mit den Koalitionspartnern über eine Pflegereform einigen können?
    Die Eigenanteile im Pflegeheim sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Daher muss von Pflegebedürftigen zugezahlt werden. Wieder wird diese wichtige Reform (Deckelung der Heimkosten) ausgesessen. Aber das scheint die Politiker nicht zu interessieren. Nun, die Wahlen stehen bevor…

  6. Klaus Meyer 4. Mai 2021 um 18:06 Uhr - Antworten

    Laut Auskunft soll Pflegegeld auf 5% erhöht werden.

    Soll ist nicht festgelegt , sowie kann kommen .

    Keiner weiß es , eigentlich müssten die Krankenkassen längst bescheid wissen.

    Alles große Verarsche vom Gesundheitsministerium .

  7. Fachat 30. April 2021 um 14:49 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für Ihre Information, da die Krankenkasse mir keine Antwort dazu geben möchte, fand ich es total bescheuert.

  8. Wehn, Petra 24. April 2021 um 5:03 Uhr - Antworten

    Die Pflegegelderhöhung ist laut unserer Krankenkasse noch nicht entschieden. Es besteht zwar ein Reformplan, der aber nur in einem kleinen Teil umgesetzt wurde. Die Pflegehilfsmittel wurden von monatlich 40 Euro auf 60 Euro erhöht. Die 5 % Pflegegelderhöhung lassen also auf sich warten…

    • Bundesweites Pflegenetzwerk 24. April 2021 um 7:37 Uhr - Antworten

      Pflegekassen informieren (leider) naturgemäß „nicht gern“ über Leistungen. Noch schwerer fällt den Mitarbeitern (w/m) es, über HÖHERE Leistungen zu informieren.

      Es ist absolut richtig, dass es sich lediglich um einen Plan handelt. Aber aufgrund der bestehenden rechtlichen Lage und eben genau dieser Reformpläne, ist die Wahrscheinlichkeit einer kommenden Erhöhung sehr groß.

      Aufgrund der vielen Sitzungen in Sachen Corona könnte sich ggf. der Zeitpunkt verschieben, weil die Regierung keinen Termin zur Abstimmung gefunden hat?! Hoffen wir mal, im Sinne aller Pflegebedürftigen, auf das beste! :-)

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