Sachleistungen der Pflegekassen

Die Leistungsart „Sachleistungen“ ist immer dann auszuwählen, wenn die Pflege im häuslichen Umfeld in erster Linie durch einen ambulanten Pflegedienst durchgeführt werden soll. Sachleistungen werden immer direkt vom Pflegedienst (Leistungserbringer) mit der Pflegekasse abgerechnet und können nicht als Pflegegeld ausgezahlt werden.

Es ist auch nicht möglich die Sachleistungen der Pflegekassen für die Inanspruchnahme einer 24-Stunden-Pflegekraft aus z. B. Osteuropa einzusetzen.

Damit die Sachleistungen mit der Pflegekasse abgerechnet werden können, muss der Leistungserbringer (meistens ein Pflegedienst) nämlich ein sogenanntes Institutionskennzeichen (IK-Nummer) haben, also eine Kassenzulassung haben.

Ohne die Unterstützung eines pflegenden Angehörigen geht es im Normalfall trotzdem nicht, aber die Sachleistungen werden in diesen Fällen in jedem Fall vollständig oder fast vollständig ausgeschöpft.

Bei einem längeren Aufenthalt im Ausland, als bis zu maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, werden keine Sachleistungen von der Pflegekassen übernommen.

Wenn Sie der Pflegekasse im Pflegeantrag mitteilen, dass Sie als Leistungsart Sachleistungen in Anspruch nehmen wollen, ist dies keine Entscheidung, die Sie nicht später ändern können. Dies ist nämlich jederzeit möglich.

Sachleistungen der Pflegekassen seit 2017

Sachleistungen je Pflegegrad seit 2017 als Tabelle

Grad der Pflegebedürftigkeit Sachleistungen seit 2017 (bis zu)
Pflegegrad 1 125 Euro (ausschließlich Entlastungsleistungen)
Pflegegrad 2 689 Euro (zzgl. 125 EUR Entlastungsleistungen)
Pflegegrad 3 1.298 Euro (zzgl. 125 EUR Entlastungsleistungen)
Pflegegrad 4 1.612 Euro (zzgl. 125 EUR Entlastungsleistungen)
Pflegegrad 5 1.995 Euro (zzgl. 125 EUR Entlastungsleistungen)

Sachleistungen je Pflegegrad seit 2017 als Diagramm

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