Entlastungsleistungen

Alle Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 oder höher haben Anspruch auf Entlastungsleistungen.

Um diese Leistungen, auch niedrigschwellige Betreuungsleistungen genannt, beanspruchen zu können müssen Pflegebedürftige keinen Antrag bei der Pflegekasse stellen! Voraussetzung für die Gewährung dieser Leistungen ist lediglich, dass es sich bei den beanspruchten Leistungen um anerkannte Dienstleistungen handelt.

Entlastungsleistungen durch einen Pflegedienst

Seit einigen Jahren gibt es spezielle Argenturen, also Dienstleister, die sich bereits vor 2017 auf niedrigschwellige Betreuungsleistungen spezialisiert hatten. Vor Einführung der Pflegegrade gab es zwar keine Entlastungsleistungen, aber es gab ähliche Leistungen, für Personen mit einer anerkannten eingeschränkten Alltagskompetenz.

Diese speziellen Dienstleister erbringen ausschließlich haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufsservice, Reinigungsservice, Seniorenbetreuung wie spazierengehen, vorlesen usw.

Auch in diesem Fall rechnen diese Agenturen, durch entsprechende Zulassungen, direkt mit der Pflegekasse ab.

Entlastungsleistungen durch eine Argentur

Pflegebedürftige bei denen bereits ein Pflegedienst in die häusliche Pflege eingebunden ist sollten den Pflegedienst, im Rahmen der Entlastungsleistungen, auf die speziellen „niedrigschwelligen Betreuungsleistungen“ ansprechen.

Pflegedienste haben gründsätzlich eine Kassenzulassung zur Erbringung von Leistungen und können somit auf die erbrachten Entlastungsleitungen direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Da bereits ein persönlicher Kontakt besteht, ist dies für die betroffenen Familien meistens eine sehr angenehme Inanspruchnahme dieser Leistungen.

Entlastungsleistungen durch eine Privatperson

Grundsätzlich können Entlastungsleistungen ausschließlich durch zugelassene Gewerbetreibende wie Pflegedienste, Argenturen (s. o.) erbracht und dann entsprechend direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Allerdings bieten einige Pflegekassen auch kostenlose Pflegekurse für Privatpersonen an und danach dürfen diese Privatpersonen dann Entlastungsleistungen erbringen. Das können dann Freunde oder Nachbarn sein, die in sehr vielen Fällen sowieso bereits seitJahren den Einkauf übernehmenm, die Wäsche waschen, die Wohnung reinigen oder gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person einen Spaziergang unternehmen.

In der Praxis können Sie dann diesen lieben Menschen eine finanzielle Zuwendung für diese Stunden auszahlen und eine Quittung bei der Pflegekasse einreichen, aus der dann diese Dienstleistung hervorgeht. Ihre Pflegekasse erstattet dann, im Rahmen der Entlastungsleistungen, diese vorgestreckten Leistungen direkt an Sie.

Erkundigen Sie sich am besten heute noch bei Ihrer Pflegekasse!

Wissenswertes zu Entlastungsleistungen

Typische Entlastungsleistungen

  • einmal pro Woche einkaufen
  • zweimal pro Monat Wohnung reinigen
  • einmal pro Woche Besuch eine Bastelgruppe
  • usw.

Was geht auch damit?

  • Dienstleistungen sogenannter Alltagsbegleiter (s. o.)
  • Leistungen der Tages- und Nachtpflege (auch die Privatkosten wie Mahlzeiten, Investitionskosten und Unterkunft)
  • Kurzzeitpflege (auch die Privatkosten wie Mahlzeiten, Investitionskosten und Unterkunft)